Bergrettung Mieming
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Wussten Sie, dass...
  • die Bergrettung Mieming seit März 1974 besteht
  • die Ortsstelle mehr als 45 Mitglieder zählt, darunter eine Frau
  • jedes BR-Mitglied seine Personenausrüstung zum größten Teil selbst finanziert
  • die Bergrettung Mieming 20 Nachtübungen und 2 ganztägige Übungen pro Jahr abhält
  • die Grundausbildung im Bergrettungsdienst ca. 2 Jahre dauert
  • die Ortsstelle über ein voll ausgebildetes Lawinen- und Suchhundeteam (Hundeführer und Hündin) verfügt

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Personenbergung bei schwierigsten Bedingungen am Hochplattig
in der Nacht vom 23. auf 24.09.2017

Am Samstag den 22.9.2017 um 19:20 Uhr wurde die Bergrettung Mieming verständigt, dass sich eine unverletzte Person am Grat des Hochplattig in Bergnot befindet. Nach einigen Telefonaten war klar, dass es sich um einen 21 jährigen deutschen Staatsbürger handelt, der in der Nähe des Grates festsitzt und dass eine Hubschrauberunterstützung weder zur Bergung noch für einen Shuttledienst in Frage kommt.
Daraufhin hat sich sofort eine Vorausmannschaft von 6 Personen auf den Weg gemacht, um in Richtung Plattig aufzusteigen. Sobald wegloses Gelände betreten wurde, war klar, dass die Orientierung zu einer großen Herausforderung werden würde, was der einsetzende Nebel noch verstärkt hat. Als schließlich, nach einigen Fehlversuchen, eine Aufstiegsrinne mit Hilfe der GPS-Karten am Handy gefunden war, entschied die Mannschaft mit einem Viererteam zu dem Patienten aufzusteigen.
Dieses Team, bestehend aus 1 Frau und 3 Männern, arbeitete sich über Stunden durch schneegefüllte Felsrinnen bis zum Grat hinauf und hatte während dessen mit Graupelschauern, Gewitter und Schneefall zu kämpfen.
Oben angelangt begann das Team nach einer kurzen Versorgung des Vermissten gleich mit dem Abstieg durch ein unbekanntes Rinnensystem. Unterstützt wurde die Mannschaft dabei durch die Leitstelle, die ständig hochauflösende Luftbilder als Orientierungshilfe zur Verfügung stellte.
Die restliche Mannschaft organisierte inzwischen eine Nachhut, die sich im Bereich Gacher Blick bereit hielt um das Bergeteam unterstützen zu können, sobald sie die schwierigsten Felspassagen hinter sich hatten.
Nach stundenlangem Abseilen und Abklettern wurde die geborgene Person bis zu den Fahrzeugen begleitet, welche um 6:30 Uhr erreicht wurden.
Möglich war so eine Bergung nur durch den hohen Ausbildungsstand und das perfekte Zusammenspiel aller Beteiligten. Welchem Risiko sich die Bergretter/In dabei ausgesetzt haben braucht wohl nicht erwähnt zu werden.
Als Ortsstellenleiter bin ich einerseits unglaublich erleichtert, dass alle diese Nacht unverletzt überstanden haben und andererseits sehr stolz auf die Leistung unserer Mannschaft.

Text: Ortsstellenleiter Clemens Krabacher
Fotos: Romana Mair und Jakob Frischmann
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